Die Zahl der Agenten ist eine bemerkenswert bequeme Kennzahl. Sie lässt sich leicht erhöhen und klingt nach Fortschritt. Über den Nutzen eines Unternehmens sagt sie ungefähr so viel aus wie die Zahl der installierten Apps über die Qualität eines Arbeitstags.

Output allein reicht nicht

Ein Agent kann tausend Vorgänge bearbeiten und dennoch mehr menschliche Nacharbeit erzeugen als vorher. Deshalb muss Output immer gemeinsam mit Qualität, Review-Aufwand, Kosten, Fehlern und Risiko betrachtet werden.

Die wichtigsten Wirkgrad-Dimensionen

  • Zeit: Wird ein Vorgang tatsächlich schneller abgeschlossen?
  • Qualität: Wie viele Ergebnisse werden ohne Nacharbeit akzeptiert?
  • Review: Wie viel menschliche Prüfung bleibt notwendig?
  • Kosten: Was kostet ein abgeschlossenes Ergebnis inklusive Betrieb?
  • Risiko: Welche Fehler, Grenzverletzungen und Incidents treten auf?
  • Akzeptanz: Verbessert sich die Arbeit für Mitarbeitende und Kunden?
Ein virtueller Mitarbeiter ist produktiv, wenn mehr qualitätsgesicherte Arbeit entsteht. Nicht, wenn mehr Tokens verbraucht werden.

Scale, Improve, Prepare oder Stop

Wirkgrad führt zu einer Entscheidung. Bei nachgewiesenem Nutzen kann kontrolliert skaliert werden. Bei erkennbarem Potenzial wird nachgeschärft. Fehlen Voraussetzungen, werden sie zuerst aufgebaut. Und wenn der Nutzen nicht trägt, wird gestoppt.

Praktische Regel: Die Entscheidungsschwellen werden vor dem Pilot festgelegt. Sonst verwandelt sich jede enttäuschende Kennzahl hinterher in eine „wertvolle Lernerfahrung“ ohne Ende.